MdL Biedefeld fordert: Strukturwandel in der Landwirtschaft muss entschleunigt werden

Veröffentlicht am 21.11.2012 in Landwirtschaft & Forsten

In einer Anfrage der SPD-Landtagsfraktion zur Entwicklung der Landwirtschaft in Bayern wurde eine alarmierende Entwicklung der Agrarstruktur in Bayern festgestellt. Besonders der bayernweite Verlust von Betrieben sowie die geringen Ausbildungszahlen geben Anlass zur Sorge. Die Bamberger SPD-Betreuungsabgeordnete Susann Biedefeld: „Wir brauchen endlich eine Strategie, um die Landwirtschaft in Zeiten des Strukturwandels bestmöglich zu unterstützen. Der Verlust von bäuerlichen Familienbetrieben bedeutet auch einen Verlust für unsere bayerische und fränkische Kultur!“

Die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Bayern nimmt seit Jahren kontinuierlich ab. Nach Aussage des Landwirtschaftsministeriums sank die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Bayern von 153.540 im Jahr 1998 um über 40.000 auf heute 113.164. „27 Prozent unserer bayerischen Bäuerinnen und Bauern haben in den vergangenen Jahren aufgegeben. Diese Entwicklung bedeutet einen Verlust an Kultur und Wirtschaftskraft, welchen wir nicht weiter hinnehmen dürfen“, so Biedefeld. Besonders die Entwicklung in Oberfranken sieht Susann Biedefeld als besorgniserregend an, da hier ein Rückgang von knapp 30 Prozent zu verzeichnen ist. Im Landkreis Bamberg sank die Zahl der Betriebe beispielsweise von 5.119 im Jahr 1998 auf heute 3.421.

Ferner bereitet der Landtagsabgeordneten die Ausbildungssituation große Sorgen. So werden aktuell 967 Schüler in den bayerischen Landwirtschaftsschulen ausgebildet. Das Durchschnittsalter der Betriebsleiter liegt in Bayern bei rund 50 Jahren. Wenn unterstellt werde, dass ein Betriebsleiter rund 35 Jahre seinen Betrieb bewirtschaftet, so würden in Bayern rund 3.300 neue Betriebsleiter jährlich gebraucht. „Die Zahl der zukünftigen Praktiker an den Landwirtschaftsschulen muss unbedingt gesteigert werden, um die Vielfalt der Betriebe zu erhalten!“, so Susann Biedefeld, die auch Optimierungsbedarf in der berufsbegleitenden Ausbildung sieht.

„Besonders Nebenerwerbsbetriebe leiden häufig unter der Bürokratielast, die neben dem außerlandwirtschaftlichen Beruf und der Bewirtschaftung des Betriebes sehr viel Zeit in Anspruch nimmt“, erklärt Biedefeld. Diese Problematik werde in vielen Gesprächen mit Landwirten und Vertretern der Verbände als einer der Gründe für die Aufgabe des Betriebes genannt. Aus diesem Grund hat SPD-Landtagsfraktion laut Biedefeld bereits im August eine Kleinbetriebsregelung gefordert, welche viele Betriebe in Bayern entlasten würde.

Die Forderung der Bundes-SPD, eine Junglandwirteförderung einzuführen, begrüßt Susann Biedefeld. Diese spezielle Förderung könne dazu führen, dass der Strukturwandel entschleunigt werde und die Betriebsleiterstruktur in Bayern verjüngt wird. „Ich werde die Junglandwirteförderung in Bayern vehement unterstützen“, so Biedefeld.

 
 

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