AWO-Chef Beyer fordert sofortigen Abschiebestopp für Flüchtlinge aus Afghanistan

Veröffentlicht am 10.03.2017 in AntiFa/Migration

„Nur eines ist sicher, was Afghanistan betrifft, nämlich dass die politische Lage in dem von Bürgerkrieg betroffenen Land unsicher ist und sich fast täglich verändert. Sie muss ständig beobachtet werden und jederzeit nicht nur bei der Beurteilung von Asylanträgen afghanischer Staatsbürger sondern erst recht bei drohenden Rückführungen ins Ungewisse ausschlaggebend sein“, erklärt Thomas Beyer, Landesvorsitzender der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Bayern. Laut eines UN-Berichts hat es im Jahr 2016 im Land am Hindukusch so viele zivile Opfer wie nie zuvor gegeben.

Deshalb setzen mehrere Bundesländer wie Bremen, Niedersachsen, Berlin und Schleswig-Holstein die vom Bund organisierten Sammelrückführungen nicht um.

Beyer: „Ich fordere Bayerns Staatsregierung auf, diesen Beispielen zu folgen und sofort einen Abschiebestopp für afghanische Staatsbürger zu beschließen. Es ist unvereinbar mit den Prinzipien des humanen Rechtsstaats, dass die Tatsache, ob ein Mensch abgeschoben wird oder nicht, davon abhängt, welchem Bundesland er zugewiesen wurde.“

 

 

Die AWO in Bayern zählt ca. 63.000 Mitglieder und beschäftigt rund 29.000 haupt­amtliche Mit­arbeiterinnen und Mitarbeiter. Darüber hinaus engagieren sich mehr als 14.000 Menschen ehren­amtlich in verschiedenen sozialen Bereichen. In über 1.700 Einrichtungen und Diensten ist die AWO landesweit gesellschaftlich aktiv und auf allen Gebieten der Sozialen Arbeit, der Erziehung, der Bildung und des Gesundheitswesens tätig.

 
 

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