Landtagswahl 2023: Adelt tritt nicht mehr an!

Veröffentlicht am 19.03.2022 in MdB und MdL

Der Hofer SPD-Landtagsabgeordnete Klaus Adelt wird bei der bevorstehenden Landtagswahl 2023 nicht mehr antreten. Dies gab er heute in einem Mediengespräch offiziell bekannt.

„Mit der kommenden Wahl werde ich fast 67 Jahre alt sein. Ich denke, es ist dann an der Zeit einen Generationenwechsel herbeizuführen und ein neues Kapitel aufzuschlagen. Nicht zuletzt verhehle ich nicht, dass die Art und Weise wie mittlerweile von vielen parteiübergreifend Politik im Landtag gemacht wird, nicht die meine ist,“ erklärte Adelt. „Ich bin nach wie vor der festen Überzeugung: Mit einem Aufreger pro Woche werde ich zwar bekannter, verändere aber vor Ort nichts. Und gerade deshalb bin ich ja nach München. Um etwas zu verändern!“

Seiner Meinung nach sei ihm das durchaus gelungen – wenn auch „über Bande“, resümierte der Abgeordnete. Viele gute Initiativen der Oppositionsarbeit seien von den regierenden Parteien in Bayern zunächst abgelehnt worden, um dann wenig später als eigene Anträge eingebracht und verabschiedet zu werden.

Dazu zählt nach Meinung Adelts auch die Förderoffensive Nordostbayern, die finanzschwachen Kommunen in der Region im Bereich Städtebauförderung und Dorferneuerung höhere Förderquoten ermöglicht hat. Ein Novum hierbei: Erstmals wurden auch Abrisse gefördert. „Gerade angesichts des demografischen Wandels macht bei manchen Immobilien eine Sanierung keinen Sinn – das wurde jahrelang vehement abgelehnt“, erläuterte der SPD-Politiker. Von 2017 bis 2020 sind auf diese Weise über 57 Millionen Euro an Fördermitteln in den Stimmkreis geflossen, Gelder mit denen viel bewegt wurde.

Auch das Förderprogramm für kommunale Schwimmbäder verbucht Adelt als SPD-Erfolg. Viele Städte und Gemeinden können ihre sanierungsbedürftigen Bäder nicht aus eigener Kraft sanieren, nach unzähligen Anfragen, Anträgen, Petitionen, Briefen und Gesprächen wurde 2019 das Sonderförderprogramm zur Sanierung kommunaler Schwimmbäder eingeführt. Insgesamt stehen 120 Millionen Euro für sechs Jahre zur Verfügung. „Das ist angesichts eines Sanierungsstau von über einer Milliarde Euro noch zu wenig – aber es ist ein Anfang“, findet der Abgeordnete.

Für Adelt zwei Beispiele, die beweisen: „Man kann auch als Sozi auf Landesebene erfolgreich sein.“ Bis zur Wahl wird er deshalb auch weiterhin 100 Prozent geben und sich für mehr Unterstützung für strukturschwache Regionen und für einen größeren finanziellen Handlungsspielraum der Kommunen einsetzen und dafür, dass der ländliche Raum und insbesondere Oberfranken in München eine starke, hörbare und unabhängige Stimme hat.

Und nach der Wahl? Da wird Klaus Adelt weiterhin politisch aktiv bleiben in seiner Heimatgemeinde Selbitz, im Landkreis Hof und in Oberfranken, kündigte der Abgeordnete an.

Zur Person:

Klaus Adelt war von 1990 bis 2013 Erster Bürgermeister der Stadt Selbitz. Von 1999 bis 2008 war er stellv. Landrat und von 2008 bis 2014 Vizepräsident des Bayerischen Gemeindetages. Seit 2013 sitzt er im Bayerischen Landtag und ist dort kommunalpolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, deren stellv. Fraktionsvorsitzender er zudem von 2018 bis 2021 war. 2013 wurde Adelt bayernweit mit dem zweitbesten SPD-Ergebnis in den Landtag gewählt, 2018 mit dem besten SPD-Ergebnis bayernweit. Kommunalpolitisch ist er im Stadtrat in Selbitz sowie im Kreistag des Landkreises Hof tätig. Dies will er auch weiterhin bleiben.

 
 

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