Jörg Mielentz: In der Windkraft-Kontroverse ist verbale Abrüstung notwendig

Veröffentlicht am 08.03.2013 in Kommunalpolitik

Hof - Mit Hinblick auf die scharfen Vorwürfe gegenüber Klaus Adelt seitens Enoch zu Guttenberg zeigt sich der Kreisvorsitzende der Hofer SPD, Jörg Mielentz, enttäuscht. Zwar habe er Verständnis für die Positionen des renommierten Umweltschützers, doch wenn der Freiherr die Äußerungen des Selbitzer Bürgermeisters und SPD-Landtagskandidaten zur Windkraft als „krank“ und „kulturlos“ bezeichnet und ihn unter vorgehaltener Hand der Mauschelei bezichtigt, dann sei er über das Ziel hinaus geschossen. „Ich finde es richtig und wichtig, wenn auf einer sachlichen Ebene über die Umsetzung der Energiewende kontrovers in unserer Region diskutiert und gerungen wird. Persönliche Angriffe unterhalb der Gürtellinie haben da nichts zu suchen“, so Mielentz. „Es schadet der Qualität der Diskussion nicht, wenn verbal wieder abgerüstet würde.“

Nicht weniger verwundert zeigt sich Mielentz über die Äußerungen von Alexander König (CSU). Der Landtagsabgeordnete habe anscheinend vergessen, dass der bayerische Ministerpräsident Host Seehofer Bayern zum „Vorzeigeland der Energiewende“ machen möchte und die bayerische Staatsregierung im Mai 2011 in ihrem Energiekonzept beschlossen hat, „die für die Zulassung der Windenergienutzung zuständigen Behörden durch ein klares politisches Bekenntnis zur verstärkten Windenergienutzung“ zu unterstützen. Das sei ein Beispiel von vielen, das in den Augen des Hofer SPD-Vorsitzenden zeige, dass die „selbsternannte Speerspitze der CSU-Windkraftgegner stumpf ist.“

 
 

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